Die BBSC Damen haben am Samstagabend dem favorisierten Tabellenführer aus Niederbayern kein echtes Paroli bieten können.
Vilsbiburg startete auch gegen den Tabellenletzten hochkonzentriert und fokussiert auf das eigene Spiel. Zudem hatte Gästetrainer Gallardo durchaus die Berliner Angriffsvariationen analysiert und seine Abwehr super darauf eingestellt. Von der ersten Minute an liefen die Berlinerinnen einem Rückstand hinterher, weil die Raben in bester Manier die Berliner Angriffe abfingen und selbst kompromisslos punkteten. Die Durchschlagskraft, die die Gäste im Angriff entwickelten, gehört zum Besten, was in dieser Saison in der Hämmerlinghalle vorgeführt wurde. Egal, ob die beiden Amerikanerinnen Burk oder Hatch oder die Bosnierin Huskic zum Angriff vollstreckten, immer war ob der platzierten und druckvollen Angriffen höchste Alarmstufe auf Berliner Seite angesagt. Dabei profitierte Vilsbiburg auch vom gelungenen schnellen und genauen Zuspiel der langjährig erstligaerfahrenen Pia Fernau.
Dagegen taten sich die Berlinerinnen – diesmal ohne Birnbaum, Götte und Lengkey angetreten – sehr schwer, die Abwehr der Gäste zu überwinden. Sie hatten ohnehin in allen Disziplinen leichte Nachteile, aber der fehlende Angriffsdruck verhinderte das Punkten. Vilsbiburg hat zudem fast ¾ aller Aufschläge auf die erfolgreichste Berliner Außenangreiferin Annalena Grätz gespielt, die schon in dieser Hinsicht Schwerstarbeit zu verrichten hatte – bestens eingestellt auf Ihre Schläge fischte Vilsbiburg auch die Angriffsschläge der Berlinerin in schöner Regelmäßigkeit weg. Dabei kann den Gastgeberinnen nicht vorgeworfen werden, sie hätten nicht gekämpft. Das Publikum sah ein Team, das läuft, kämpft und sich aufrichtet. Sie waren fokussiert und gaben trotz der Niederlagenserie ihr Bestes. Freilich: das reichte nicht, um Vilsbiburg auch nur in Ansätzen in Gefahr zu bringen. Lediglich im 3. Satz hielt der BBSC unter Nutzung eines risikoreicheren Aufschlagspiels bis zum 14:15 mit den Gästen mit, dann machten diese jedoch kurzen Prozess – man hatte ja schließlich noch die lange Fahrt nach Niederbayern vor sich.
Berlins Trainer Manuel Müller konstatierte: „Wir haben uns in dieser Woche sehr stark auf die eigene Organisation und Kontrolle der Highball-Situationen konzentriert und haben dies gegen Vilsbiburg teilweise erfolgreich umgesetzt – in Durchschlaghärte und auch Präzision konnten wir aber zu selten mithalten. So kam es dann immer wieder zu spektakulären Rallies, bei denen am Ende Vilsbiburg häufig am längeren Hebel saß.“
Die MVP Medaillen des Abends gingen an die beiden Libera Paula Reinisch und Emely Brodowsky.
Der BBSC trifft nach zwei weiteren Auswärtsspielen am 14. Februar 2026 um 18:00 Uhr gegen Straubing auf den nächsten niederbayerischen Konkurrenten.
Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Sophia Minlend, Noelani Kleiner, Sarah Nur Kayadibi, Paula Reinisch, Anna-Lena Vogel, Annalena Grätz, Angelina Meyer, Maja Pahlke, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Melani Ligacheva