Sparkassen Wildcats Stralsund – BBSC Berlin                   2:3 (-24, -21, 23, 19, -14)

Mit einer großen Steigerung gegenüber den letzten Vergleichen gelang dem BBSC mit 3:2 der erste Saisonauswärtserfolg in Stralsund.

Nach den letzten noch verlorenen Spielen aber schon besseren Spielzügen zeigte sich am Samstag eine BBSC Mannschaft, die in allen Belangen deutliche Fortschritte bewies. Die Annahme stand als Bollwerk, sowohl Paula Reinisch (50 Annahmen!!!, davon nur 2 fehlerhafte), als auch Annalena Grätz und Anna-Lena Vogel bewiesen gewachsene Sicherheit. Das Zuspiel verteilte klug die Bälle und auf den Außenpositionen sorgten Grätz mit 21 und Reinisch mit 17 Treffern für immensen Druck auf die Stralsunder Abwehr. Auch die Athletinnen auf der Diagonal- und  Mittelblock-Position reihten sich ein und zeigten gute Erfolgsquoten. Abwehr und Block packten klar wirkungsvoller als noch vor Wochen zu und entschärften die Stralsunder Angriffe viel effektiver als noch im Hinspiel: Die Angriffsquote der Gastgeberinnen lag so nur bei 2/3 im Vergleich zum Oktoberspiel in Berlin. Auch die norwegische Nationalspielerin Mille Kjosaas konnte wie ihre lettische Kollegin Junora Vagele besser kontrolliert werden.

Vom 1. Satz an war der BBSC zunächst immer einen Tick erfolgreicher als die Gastgeberinnen, die sich keinen wesentlichen Vorsprung erarbeiten konnten. Wie im 1. so auch im 2. Satz zeigten die Berlinerinnen zum Satzende Nervenstärke, sich einen kleinen Vorsprung zum Satzgewinn zu sichern. Auch im 3. Satz war man beim 23:23 noch gleichauf, ehe die Hansestädterinnen den Sack zu machten. Stralsund brachte im 4. Satz mit dem Rückenwind dieses Satzgewinns gestiegene Aggressivität aufs Feld, so dass Berlin zur Satzmitte abreißen lassen musste. So musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Zunächst war Stralsund erneut die bestimmende Mannschaft (8:4), ohne dass der BBSC in früheres Nervenflattern versank. Mit dem Glauben an die eigene Stärke drehten die Berlinerinnen den Krimi zur besten Sendezeit zu ihren Gunsten. Nach knapp zweieinhalb Stunden konnten die Gäste endlich ihren zu Recht langanhaltenden Jubel rauslassen.

Über Kampf und Konzentration waren die Berlinerinnen am Samstag zu einer Steigerung in der Lage, die das Berliner Volleyballherz erfreut. Trainer Manuel Müller fielen einige Wackersteine von den Schultern: „Wir haben uns endlich für die immer wieder verbesserte Leistung belohnt. Mit etwas Glück wäre auch ein 3:0 möglich gewesen. Dafür machen wir aber aktuell immer noch ein paar Konzentrationsfehler zu viel. Ein großes Lob ans gesamte Team, das den Grundstein dieses Erfolgs in den letzten Wochen durch sehr diszipliniertes Training gelegt hat. Aus der sehr stabilen Annahme konnten wir ein erfolgreiches Angriffsspiel aufziehen, einer der entscheidenden Unterschiede zu den letzten Wochen.“

Zur Berliner MVP wurde Libera Anna-Lena Vogel gewählt.

Im nächsten Heimspiel trifft der BBSC am 14. Februar 2026 um 18:00 Uhr in der Hämmerlinghalle auf Straubing.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Sophia Minlend, Noelani Kleiner, Romy Birnbaum, Paula Reinisch, Anna-Lena Vogel, Annalena Grätz, Angelina Meyer, Maja Pahlke, Hanna Christin Lengkey, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Luz Götte, Melani Ligacheva