BBSC Berlin – Eintracht Spontent Düsseldorf 2:3 (23, -24, 21, -13, -13)
Immerhin zwei Sätze geholt, den 3.845 Zuschauern ein spannendes Spiel über lange 5 Sätze geboten – eigentlich könnte man auf Seiten des BBSC zufrieden sein, doch so ganz einfach war es doch nicht.
3845 Zuschauer bei einem Spiel der Zweitliga Damen des BBSC Berlin in der Berliner Schmelinghalle: das war nicht nur Vereinsrekord, sondern sogar Bundesligarekord für alle Damenmannschaften und zumindest zeitweise mit einer großartigen Stimmung ob der Satzgewinne des BBSC im Volleyballtempel verbunden.
Von Anfang an war es ein sehr enges Spiel beider Teams. In den Sätzen 1.-3 gelang es keiner Mannschaft, sich etwas abzusetzen – der Aufholmodus des Gegners griff sofort. Beide Mannschaften kämpften während des gesamten Spiels verbissen um die Punkte, boten gute Abwehrleistungen, hatten aber auch ihre Phasen, in denen in den Angriffsaktionen nicht viel zusammenlief. Im 4. Satz kam der BBSC nach den ersten 3 intensiven Sätzen nicht in den Rhythmus und die Gäste aus dem Rheinland dominierten nach Belieben bis zum 8:22, ehe die Berlinerinnen langsam wieder Fuß fassten und bis zum Satzende wieder das Spielen begannen. Der 5. Satz war wieder Dramatik pur: Die Berlinerinnen lagen schon 11:9 vorn, ehe eine Energieleistung der Gäste noch die 13:15-Niederlage bescherte. Ein wenig Glück gehört im 5. Satz immer dazu – diesmal hatten es die Gäste aus Düsseldorf. Der BBSC als eigentlich abgeschlagener Tabellenletzte der Liga wuchs aber vor der großen Bühne über sich hinaus und verlangte den Düsseldorferinnen einen langen Kampf ab.
Berlins Trainerin Katharina Kummer war nach dem Spiel doch ein wenig hin und hergerissen: „Vor dieser Kulisse und Atmosphäre zu spielen, ist schon einzigartig. Auch unser Start ins Spiel war gut und wir haben uns zeitweise sehr gut verkauft. Die Sätze 2 und 5 sollten uns aber eigentlich nicht aus den Händen gleiten, da hat uns die Cleverness und Abgezocktheit gefehlt. Eigentlich wäre bei diesem Spiel mehr drin gewesen – daher gehen wir mit einem weinenden Auge aus der Halle.“
Die meisten Punkte auf Berliner Seite erzielten Paula Reinisch mit 19 und Annalena Grätz mit 18. Bei den Gästen überzeugte vor allem die Diagonale Carlotta Strube mit 24 Treffern wie auch die Außenangreiferin Maya Kleinpeter (letztes Jahr noch in der Dritten Liga bei Aachen II) mit 18 Punkten für die Spielstatistik.
Die MVP-Medaillen des Abends gingen an Essens Zuspielerin Lara Drölle sowie an Paula Reinisch.
Für die Berlinerinnen folgt das letzte Saisonheimspiel am 28. März 2026 schon um 16:00 Uhr in der Hämmerlinghalle gegen Hörde.
Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Sophia Minlend, Noelani Kleiner, Sarah Nur Kayadibi, Romy Birnbaum, Paula Reinisch, Anna-Lena Vogel, Annalena Grätz, Angelina Meyer, Maja Pahlke, Hanna Christin Lengkey, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Luz Götte, Melani Ligacheva