ESA Grimma Volleys – BBSC Berlin 2:3 (20, 23, -21, -18, -14)

In einer emotionalen und phasenweise dramatischen Partie feierte Berlin einen hart erkämpften 3:2-Auswärtssieg beim ESA Grimma. Dabei sah es lange Zeit nach einem souveränen Heimerfolg für die Sächsinnen aus, bevor die Gäste aus der Hauptstadt eine beeindruckende Moral bewiesen.

Von Beginn an entwickelte sich eine kampfbetonte Partie, in der Grimma zunächst den Ton angab. Die Gastgeberinnen agierten druckvoll im Aufschlag und hatten Vorteile im Angriffsspiel. Mit einer stabilen Annahme und variablen Angriffen sicherte sich Grimma eine 2:0-Satzführung. Zu diesem Zeitpunkt schien die Messe in der Muldentalhalle bereits gelesen, wenngleich der BBSC nach einer zwischenzeitlichen  18:22-Führung den 2. Satz nur knapp verloren hatte.

Doch wer dachte, Berlin würde sich nun kampflos geschlagen geben, sah sich getäuscht. Mit Beginn des dritten Satzes steigerte sich das Team von der Spree in allen Belangen. Im Aufschlag wurde mehr Druck erzeugt, was Grimmas Spielaufbau merklich störte. Und jeder Ball wurde von den Berlinerinnen leidenschaftlich verteidigt. Berlin holte sich den dritten Durchgang deutlich und schaffte es, das Momentum komplett auf seine Seite zu ziehen. Die Muldenstädterinnen wirkten zunehmend verunsichert, während Berlin beflügelt vom Satzgewinn auch im vierten Satz dominierte und den 2:2-Ausgleich erzwang.

Der entscheidende fünfte Satz war nichts für schwache Nerven. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem um jeden Zentimeter Boden gekämpft wurde. Lange Ballwechsel und spektakuläre Rettungsaktionen prägten das Bild. Am Ende bewies Berlin nach einer 13:9-Führung und der nachfolgenden Aufholaktion der Sächsinnen jedoch die größere Abgeklärtheit. Mit einem knappen, aber verdienten Vorsprung sicherte sich der BBSC Berlin den Tie-Break durch ein einsatzfreudiges und willensstarkes Spiel.

Trainerin Katharina Kummer lobte die durchweg konstante Leistung mit wenigen Tiefen: „⁠Schlüssel war auf jeden Fall unsere gute Aufschlagleistung, so dass Grimma nicht ihr Spiel aufziehen konnte. Auch die Spielerwechsel funktionierten und brachten neue Akzente. Endlich haben sich die Mädels für ihre kämpferische Leistung wieder belohnt.“

Die meisten Punkte auf Berliner Seite erzielten Paula Reinisch und Annalena Grätz mit jeweils 21 Zählern für die Statistik, die auch Spuren durch die sichtbar ausgeübte Führungsrolle auf dem Feld hinterließen. Die MVP-Medaille erhielt Sarah Nur Kayadibi.

Für Berlin folgt nun nur noch das Saisonabschlussspiel am 1. Mai in Leverkusen.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Sophia Minlend, Noelani Kleiner, Sarah Nur Kayadibi, Romy Birnbaum, Paula Reinisch, Anna-Lena Vogel, Annalena Grätz, Angelina Meyer, Maja Pahlke, Hanna Christin Lengkey, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Luz Götte, Melani Ligacheva