Am Doppelspieltag des vergangenen Wochenendes konnte der BBSC gegen die favorisierten Mannschaften aus Oythe und Leverkusen keine Punkte holen. Lediglich gegen Leverkusen gelang ein Satzgewinn.

BBSC Berlin – VfL Oythe 0:3 (-18, -19, -22)

Gegen die Gäste aus dem nördlichen Münsterland hatten die Berlinerinnen letztendlich keine reale Chance. Das Berliner Team hielt im 1. Satz bis zum 12:14, im 2. Satz bis zum 14:14 noch mit, ehe die auf Platz 3 der Tabelle platzierten Gäste anzogen und ihre druckvollen Aktionen erfolgreich zum Abschluss brachten. Dabei überzeugten auf Gästeseite vor allem die Diagonale Annelis Tyws, die mit ihrer Schlagvariabilität und –genauigkeit die Berliner Abwehr vor enorme Probleme stellte. Auch die Bulgarin Maria Petkova wie die Polin Dominika Zoltanska zeigten mit ihrer Dynamik und Abgezocktheit, welche Maßstäbe in der 2. Bundesliga Pro angelegt werden. Dabei enttäuschte der BBSC auf keinen Fall. In Annahme und Abwehr zeigten die Gastgeberinnen gute Leistungen, allerdings gelang in den Angriffen zu selten der entscheidende Schlag. Oythe fischte die Berliner Angriffe doch häufig noch irgendwie vom Boden. Die Eigenfehlerquote des BBSC war zudem zu hoch, um die Gäste in Gefahr zu bringen. Dies gelang erst im 3. Satz, als die Gastgeberinnen mit einer 20:18-Führung in die Crunchtime gingen. Nun war es aber an Oythe, die ihre gesammelte Erfahrung in Durchschlagskraft umsetzten und sich den berechtigten 3:0 Auswärtssieg sicherten. Cotrainerin Katharina Kummer, die den erkrankten Manuel Müller vertrat, verwies auf „die deutlich geringere Eigenfehlerquote der Gäste, die letztlich den Unterschied ausgemacht hat“.

Auf Berliner Seite wurde Annalena Grätz (15 Punkte) die MVP Medaille verliehen, aus dem Team des VfL Oythe ragte Annelis Tyws hervor.

BBSC Berlin – BayerVolleys Leverkusen 1:3 (-18, -18, 21, -18)

Nachdem die Leverkusener am Samstag in Stralsund mit 0:3 ein wenig unter die Räder gekommen waren, hatte wohl manch einer auf ein ähnliches Ergebnis in Berlin gehofft. Die Gäste erfüllten diese Hoffnung von der ersten Minute an nicht. Mit hoch aggressivem Aufschlagspiel wurde die Berliner Annahme in den ersten beiden Sätzen so unter Druck gesetzt, dass zunächst die Libera Anna-Lena Vogel und später die 17-jährige Melani Ligacheva durch erfahrenere Spielerinnen ersetzt werden mussten. Für Vogel wurde Paula Reinisch gebracht, die mehr Ruhe und Stabilität ausstrahlte, Ligacheva wurde von Alina Gottlebe-Fröhlich ersetzt. Nach den Anfangsphasen der beiden Sätze mit dem Aufschlaggewitter auf Berliner Seite lagen die Gastgeberinnen im 1. Satz schnell mit 5:14, im 2. Satz mit 5:12 zurück, der Rest war für die Leverkusener auch gegen eine sich jeweils stabilisierende und unermüdlich kämpfende Berliner Mannschaft ins Ziel zu bringen.

Der 3. Satz brachte für das Publikum endlich die gewünschten Erfolgserlebnisse. Von Satzbeginn an entwickelte sich ein packendes Spiel beider Teams mit vielen langen Ballwechseln und attraktiven Abwehraktionen, wobei bis zum 16:15 der BBSC nur einen geringen Vorsprung hatte. Doch dann rangen die Berlinerinnen die Gäste mit viel Einsatz und wenig Eigenfehlern zum ersten Satzgewinn des Wochenendes nieder. Ähnlich ging es im 4. Satz weiter – beide Teams schenkten sich nichts und bis zum 10:10 war alles ausgeglichen. Dann drehte Leverkusen wieder auf und holte sich mit den typischen schnellen und druckvollen Angriffsaktionen (Lange sowie Mischo 15 Punkte, Dörschug 14 Treffer) – bestens in Szene gesetzt von der guten Zuspielerin Svenja Enning – die drei Punkte für die Tabelle.

Der BBSC konnte im 3. und bis Mitte des 4. Satzes durchaus gut mithalten, das Team brachte in diesen Abschnitten auch das Publikum zum Jubeln. Leider war die Stabilität dieser Aktionen nicht gegeben und Trainer Manuel Müller ärgerte sich ein wenig, weil sein Team „im 4. Satz doch zu deutlich den Faden verloren hat. Hier haben wir einen Punktgewinn verschenkt.“.

Die MVP Medaille des Abends ging für die Gäste an deren Libera, die Berlinerin Tessa Müller, die unspektakulär, aber sehr stabil ihre Rolle interpretierte. Für den BBSC wurde die Medaille an Annalena Grätz verliehen, die in Annahme, Abwehr und Angriff Schwerstarbeit zu verrichten hatte. Neben den meisten Annahmen, die sie zu meistern hatte, kam sie noch dazu, 11 Punkte für die Statistik zu erzielen.

Für den BBSC geht es am nächsten Wochenende mit Auswärtsspielen in Markkleeberg und Dresden weiter, ehe am 24. Januar 2026 um 18:00 Uhr in Köpenick Tabellenführer Vilsbiburg aufschlägt.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Sophia Minlend, Noelani Kleiner, Sarah Nur Kayadibi, Romy Birnbaum, Paula Reinisch, Anna-Lena Vogel, Annalena Grätz, Angelina Meyer, Maja Pahlke, Hanna Lengkey, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Luz Götte, Melani Ligacheva